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Musik (ca. 4 MB)

3 – 7 Spieler in der Rolle eines Königs versuchen, das jeweils größte zusammenhängende Stück Land (die Hausmacht) für sich zu erwerben.
Die Hauptelemente des Spieles sind bestimmt nicht neu: Eroberung, Handel und Heiratspolitik. Medieval unterscheidet sich jedoch von vielen anderen Spielen durch eine beeindruckende Palette von Handlungsmöglichkeiten: Dazu gehören das Plündern & Brandschatzen, romantische Entführungen, Wikingereinfälle, Saufgelage, der Einfluß der Kirche, Bauernaufstände, Burgbelagerungen, Seeschlachten, Städtebau,...
Des weiteren gibt es Hofbälle und Hofintrigen, schwarze Witwen, habgierige Geldverleiher, Landsknechte, einen frechen Spielmann und die ketzerische These eines Mannes, der postuliert, das Erdenrund sei in Wirklichkeit gar keine flache Scheibe, sondern eine Kugel.
Hinzu kommt, daß einige der im Spiel vertretenen Ritter ihre „Eigenheiten“ haben. Ja, selbst mit der ritterlichen Loyalität ist es oft nicht weit her.
Vier Ämter sorgen für einen reibungslosen Spielablauf und weitere taktische Möglichkeiten im Spiel.
Die jeweiligen Medieval-Partien unterscheiden sich schon ab Beginn des Spieles erheblich voneinander, da das „Erdenrund“ (der Spielplan) vor jeder Spielpartie neu „erschaffen“ wird.
Die Möglichkeit, sich (in begrenztem Umfang) sein „Karten-Deck“ selbst zusammenzustellen und das völlige Fehlen eines Würfels reduzieren den Glücksfaktor auf ein Minimum.
Medieval ist sicher kein „War-Game“. Dazu sind die Kampfregeln viel zu simpel gehalten. Stattdessen wurde hier das „ewig Weibliche“ stärker in den Vordergrund gebracht und bildet als verbindendes Element einen taktisch zumindest gleichwertigen Gegenpol zum Kriegsgepolter der miteinander in Fehde liegenden Ritter. Daher wird Medieval auch gern von Frauen gespielt.
Spezielle „Renegatenregeln“ sorgen dafür, daß bei vielen Partien das Spiel auch für den letzten Spieler erst in der allerletzten Runde endgültig entschieden wird.
Die Vielzahl der miteinander verwobenen taktischen Elemente von Medieval bringen oft unerwartete neue Wendungen ins Spiel.
Bisweilen entsteht dabei eine jener bizarren Situationen, die dem Spiel seinen unverwechselbaren Charakter geben und immer wieder ein Lächeln auf die Gesichter der Spieler zu zaubern vermögen.
Ein Strategiespiel mit einem Augenzwinkern also? – Ja, durchaus.
Medieval ist für alle geeignet, die nicht vor 16 Seiten Basisregeln und 4 Regelerweiterungen zurückschrecken. (Die Erweiterungen sind nicht optional, sondern sollen dabei helfen, die Spielregeln schrittweise spielend zu erlernen.) Die Spieldauer beträgt durchschnittlich 2 – 3 Stunden.
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